Start Lackstift Anwendung

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korrekte Lackstift Anwendung

Im Folgenden wird erklärt wie ein Lackstift angewendet werden kann um eine beschädigte Lackstelle, einen Kratzer oder Steinschlag zu reparieren und was bei der Anwendung zu beachten ist.

Reinigen

Die beschädigte Stelle ist vor der Reparatur gründlich zu reinigen. Dies lässt sich gut mit Ohrenstäbchen und Waschbenzin durchführen. Somit können Dreck und Öle restlos entfernt werden. Wenn die beschädigte Stelle mit Teer verschmutzt ist, kann auch Teerentferner verwendet werden. Sollte die beschädigte Lackstelle bzw. der Kratzer noch nicht angerostet sein, brauchen Sie diese nicht zu schleifen. Erst wenn Rost erkennbar ist entfernen Sie diesen mit einem feinen Schleifpapier. Passen Sie dabei auf, damit Sie den umliegenden Autolack nicht beschädigen.

 

Auftragen des Lacks

Sehr wichtig ist es, den Lackstift vor der Anwendung mindestens 30 Sekunden lang kräftig zu schütteln, damit sich die Farbpartikel im Lackstift gleichmäßig verteilen.

 

Nachdem Sie den Pinsel raus gezogen haben tupfen Sie ihn an der Lackstift Flasche oder auf einer kleinen Unterlage (Stück Plastik, Glas oder Backpapier) ab. Dies ist notwendig, da meist zu viel Lack am Pinsel hängt und dies zu einem zu dickem und ungleichmäßigem Farbauftrag auf der beschädigten Stelle führen würde.

 

Tupfen Sie den Autolack vorsichtig auf die zu reparierende Stelle. Durch aufstreichen mit dem Pinsel aus dem Lackstift können hässliche Schlieren entstehen. Achten Sie darauf, dass der Lack nicht zu dick aufgetragen wird. Dies würde später stark auffallen. Sollte der Lack nur an einer sehr kleinen Stelle beschädigt sein können Sie auch versuchen, mit einem Zahnstocher zu arbeiten und so kleinste Lackportionen aufzutragen. Statt des häufig im Lackstift integrierten Pinsels können Sie auch einen kleinen Malpinsel verwenden, da diese meist feinere Borsten besitzen. Versuchen Sie immer den Autolack in sehr dünnen Schichten aufzutragen.

 

Sollte der zu reparierende Kratzer sehr tief sein kann der Vorgang auch zwei bis drei mal wiederholt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Lack insgesamt dann nicht zu dick wird und das die darunter liegende Lackschicht jedes mal vollständig ausgetrocknet ist. Für den Trockenvorgang einer Lackschicht sind mindestens 20 Minuten einzuplanen.

 

Vor dem Auftragen des Klarlacks die lackierten Stellen am besten über Nacht gut trocknen lassen. Verwenden Sie bei Metallicfarben eine Deckschicht aus Klarlack, um dem Lack Glanz zu verleihen und ein stumpfes und mattes Aussehen zu vermeiden. Außerdem wird dadurch die bessere Widerstandsfähigkeit der Lackschichten, besonders bei Metalliclacken, erhöht. Klarlack ist jedoch meist dickflüssiger als der normale Lack, daher muss mit ihm besonders sparsam gearbeitet werden. Eine leichte Erhöhung nach dem Auftragen des Klarlacks ist in Ordnung. Diese wird dann im nächsten Arbeitsgang wieder weggeschliffen. Im Handel sind spezielle Klarlack Lackstifte erhältlich.

 

Am nächsten Tag (mindestens 24h warten) kann die reparierte Stelle und die nahe Umgebung nun mit 2500er oder 3000er Schleifpapier angeraut werden. Somit wird der Klarlack glatt geschliffen. Beim Schleifen kann etwas Wasser mit Autoshampoo hinzugegeben werden.

 

Nachpolieren

Sobald die Oberfläche eben geschliffen ist kann die gesamte Stelle nachpoliert werden. Vor dem Nachpolieren sollten die behandelten jedoch Stellen gut getrocknet sein, sonst kann es passieren, dass man beim Polieren, die neue Lackschicht gleich wieder wegwischt. Jetzt müsste die beschädigte Stelle bzw. der Kratzer oder Steinschlag nicht mehr zu sehen sein.

 

Temperatur

Die Umgebungstemperatur bei der Arbeit sollte zwischen 10 und 25 Grad Celsius liegen. Ein direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Der Autolack könnte dadurch stellenweise zu schnell trocknen. Sollte der Lack vor der Bearbeitung Temperaturen von unter 10 Grad Celsius aufweisen kann er auch vorsichtig mit einem Föhn angewärmt werden, da sich ansonsten der mit dem lackstift aufgetragene Lack nicht richtig mit der alten Lackschicht verbindet. Der Lackstift an sich sollte immer ca. 20 Grad Celsius aufweisen und niemals Frost ausgesetzt sein.

 

Warnhinweise

Die eigene Reparatur eines Lackschadens mit einem Lackstift kann sehr gut gelingen, sie kann aber zum Teil den Besuch in einer professionellen Lackierwerkstatt nicht ersetzen. Die Arbeiten mit einem Lackstift erfolgen immer auf eigene Gefahr. Er sollte niemals mit den Augen oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Weiterhin empfiehlt sich beim Arbeiten mit Lackstiften das Tragen von Einweg-Gummihandschuhen. Für eventuelle Schäden am Fahrzeug durch die Anwendung eines Lackstiftes ist der Anwender verantwortlich.